Selbstbau einer
zweiflammigen HQI-Leuchte
ACHTUNG: Eine solche Leuchte
wird mit 230V betrieben. Beim Einschalten der Leuchte tritt zudem eine Spannung von 5000V
auf. Bei unsachgemäßem Aufbau besteht deshalb Lebensgefahr.
Bei nicht ausreichendem Sachverstand wird vom Nachbau dringend abgeraten!
Irrtum vorbehalten!
Nachbau auf eigene Gefahr!
Für Schäden beliebiger Art übernimmt ausdrücklich der
Nachbauer die Verantwortung und nicht der Verfasser dieser Anleitung!
Teileliste
Eigene Sicherheit
Schaltplan
Bilder
Teileliste
2x elektronisches Vorschaltgerät "Osram Powertronic PTU 070/230-240"
2x HQI-Lampe (Brenner) "Philips CDM Mastercolour 70W", Lichtfarbe 830
(warmweiß) oder 942 (neutralweiß)
2x 500W Halogenstrahler
2x Sockel Rx7s, hochspannungsfest bis 5000V
2x Metallgehäuse mit Kühlrippen aus Aluminium von Conrad Electronic, Bestellnr.
522953-62
1x 25mm Alu-Vierkantprofil aus dem Baumarkt, Länge 100cm
1x höhenverstellbare Stahlseilaufhängung von Giesemann
3x Kabeldurchführung mit integrierter Zugentlastung
1x Lötöse zur Gehäuseerdung
3-adrige Litze, 0,75mm² (Stromkabel) zum Anschluß an das Stromnetz
Hochspannungsfeste Kabel zum Anschluß der Halogenstrahler an die EVGs
Aderendenhülsen
Lüsterklemmen
diverse Schrauben und Muttern
Worauf man
der eigenen Sicherheit wegen unbedingt achten muß
- Die in den Halogenstrahlern vorhandenen Lampensockel vom Typ R7s sind nur für eine
maximale Spannung von 750V ausgelegt und sollten gegen Rx7s-Sockel (bis 5000V
Zündspannung) ausgetauscht werden.
- Die Verkabelung zwischen EVG und Halogenstrahler muß hochspannungsfest sein;
auch der Schutzleiter.
- Das flexible Stromkabel muß dort, wo es verschraubt wird (Lüsterklemme, Netzstecker),
fachmännisch mit Aderendenhülsen versehen werden. Die Aderendenhülsen
verhindern ein Aufspreizen der Litze beim Verschrauben. Das Aufspreizen würde den
Leitungswiderstand erhöhen, was zu Kabelbrand führen kann.
- Die Lüsterklemmen dienen der Stromverteilung auf die beiden EVGs. Sie sollten groß
genug gewählt werden, da in eine Seite einer Klemme bis zu drei mit Aderendenhülsen
versehene Litzen (Schutzleiter) gesteckt werden müssen.
- Auf der 220V-Seite der EVGs kann mit Litze verkabelt werden. Bei der Lüsterklemme sind
wieder Aderendenhülsen zu verwenden, bei den Klemmanschlüssen der EVGs dürfen keine
Aderendenhülsen verwendet werden. Die Klemmanschlüsse sind für Draht und einfache Litze
zugelassen.
- Das Gehäuse für die EVGs muß aus Metall bestehen und über den Schutzleiter
(gelbgrüner Draht) geerdet werden. Ohne Metallgehäuse dürfen die EVGs nicht betrieben
werden (elektromagnetische Störung).
Auch die Halogenstrahler müssen geerdet werden. Der Schutzleiter ist vom EVG
zum Strahler zu führen und dort auch anzuschließen.
Die HQI-Lampe (Brenner) darf nur mit dem Schutzglas des Halogenstrahler
betrieben werden. Ansonsten besteht die Gefahr der Explosion der Lampe durch z.B.
Spritzwasser und der Verbrennung/Erblindung durch UV-Strahlung.
Schaltplan

Bilder
Die Zuleitung der
Stromversorgung kann von hinten erfolgen. Die Leuchte wird dadurch ein paar Zentimeter
nach hinten gezogen, was dadurch ausgeglichen werden kann, daß die Leuchte ein paar
Zentimeter nach vorne versetzt aufgehängt wird. Gibt man noch ein paar Zentimeter zu,
können die Strahler leicht nach hinten gekippt werden, um so die eh schon geringe
Blendung weiter zu reduzieren. |
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Die Aufhängung der
Halogenstrahler wurde versetzt, so daß die Strahler mittig hängen. Ansonsten würde die
gesamte Leuchte wegen des nach vorne verlagerten Schwerpunktes schief hängen. Die
Strahler lassen sich weiterhin nach vorne und hinten kippen. Die Schrauben wurden mit
Kontermuttern gegen unbeabsichtigtes Lösen beim Kippen gesichert.
Das Metallgehäuse mußte aufgrund des hohen Gewichtes (800g) der EVGs hängend montiert
werden. Ansonsten würde die Leuchte das Übergewicht bekommen und schief hängen. |
Der Blick in einen Strahler, der
für die Aufnahme um 90° nach vorne gekippt wurde. Dadurch lassen sich auch die Brenner
leicht austauschen. |
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Unten an der linken Wand sieht man
den Lichtschein, der zwischen Wasseroberfläche und Holzrahmen dringt. Bei diesem Licht
handelt es sich um direktes Licht vom Brenner. Darüber an der linken Wand ist diffuses
Licht zu sehen, das überwiegend vom weißen Rahmen der Abdeckklappe des Strahlers stammt.
Noch weiter oben und an der Rückwand ist das von den Deckscheiben reflektierte Licht zu
erkennen. Auf der rechten Seite ist die Rückwand bis auf den Schein zwischen
Wasseroberfläche und Holzrahmen fast dunkel.
Der Lichtschein der Strahler wirkt durch die Überbelichtung des Films an dieser
Stelle weitaus heller, als es in Wirklichkeit der Fall ist. |
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Hier ist der Wasserstand etwas
höher und somit der Schein zwischen Wasseroberfläche und Holzrahmen schmaler. Bei dem
Licht an der Rückwand ist wieder das von den Deckscheiben reflektierte Licht zu erkennen.
Rechts neben dem Aquarium ist es fast dunkel. Ohne Deckscheiben wird es nachts in diesem
Zimmer derart dunkel, daß man kaum noch zeitunglesen kann. |